Projektarbeit nach dem Situationsansatz

In unserer pädagogischen Arbeit mit den Kindern orientieren wir uns immer an ihren aktuellen Bedürfnissen und Interessen. Neben alltäglichen spontanen Angeboten, die aufgrund von Beobachtungen der Bildungsbegleiter oder aus eigenen Ideen der Kinder entstehen können, bieten wir auch längerfristig geplante Projekte an. Bekanntermaßen lernen wir am besten, wenn wir uns für das zu Lernende interessieren oder eine gewisse Vorliebe dafür entwickelt haben.

 

Unsere Projektideen orientieren sich sowohl an aktuellen Themen, die die Kinder aus ihrem familiären Sozialumfeld mit in die Kita bringen, sowie auch an Themen, die wir als Bildungsbegleiter für wichtig und interessant halten. Zu jedem Projektthema gibt es gemeinsame Buchbesprechungen, bildnerisches Gestalten, Raum für Eigeninitiative der Kinder, Ausflüge und andere Angebote.

 

Beispielthemen für Projekte:

 

•    Ich und mein Körper
•    Lebensraum Wald und seine Bewohner
•    Tiere (Insekten, Haustiere, Nutztiere)
•    Ich und meine Gefühle
•    Berufe
•    Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen

Selbstmotiviertes Spiel

Die Neugier und Lust am Spielen sind angeboren. Spielen ist dem Menschen in die Wiege gelegt worden und gehört zu jenen Tätigkeiten, die er lebenslang ausübt.

Das Spiel wird entwicklungspsychologisch als treibende Kraft des Menschen angesehen, denn der spielende Mensch entdeckt, erforscht und erkennt die Welt durch das Spiel.

Im Spiel haben Kinder die Freiheit, sich in vielfältigen Rollen gefahrenlos auszuprobieren. Kinder können elementare Fähigkeiten spielend einüben und dabei Fertigkeiten entwickeln, die sie für ihre Selbstständigkeit im Erwachsenenalter benötigen.

Im Spiel wird zukunftsweisend gelernt, sich in einer komplexen und sich verändernden Welt zurechtzufinden. Unbekanntes wird erkundet, neue soziale Rollen sowie Bewegungs- und Wahrnehmungsfähigkeiten werden trainiert. Dadurch erweitert sich das Verhaltensrepertoire und es kommt beispielsweise zu neuen Entwicklungen und innovativen Erfindungen.

Zum Lebensalltag eines Kindes gehört demnach unbedingt das Spielen.

Die Bildungsbegleiter achten täglich darauf, dass die Kinder genügend Zeit haben um selbstmotiviert zu spielen. Ist die Gruppe so in das Spiel vertieft, dass eine Unterbrechung durch eine angeleitete Aktivität als spielstörend empfunden wird, wird diese auf einen anderen Tag verschoben.

Spielzeugfreie Zeit

In der spielzeugfreien Zeit werden industrielle Spielsachen wie Gesellschaftsspiele, Bausteine, Autos, Puppen, Puzzles etc. zusammen mit den Kindern in den Keller gebracht und dort aufbewahrt, bis die Erzieher bzw. die Kinder die spielzeugfreie Zeit für beendet erklären.

 

Stattdessen stehen den Kindern Naturmaterialien (wie zb. Holz, Steine, Sand, Wasser, Pflanzen u.ä.), und Alltagsgegenstände (wie z.B. Decken, Möbel, Matten, Bücher, Pfandflaschen, Dosen, Stühle, Tische, u.ä.) zur freien Verfügung. Zusätzlich können die Kinder Bastelmaterialien (wie Schere, Klebstoff, Farben, Papier etc.) von den Bildungsbegleitern erfragen.

 

Ausführliche Informationen finden Sie hier